Was ist ein kapovaz Vertrag

Arbeitgeber im Vereinigten Königreich haben zwischen echten Tagelöhnern und Teilzeitbeschäftigten mit kleinem Stundenkontingent eine profitable Nische entdeckt, die Null-Stunden-Verträge. Einer Schätzung des »Office for National Statistics« zufolge hatten im Dezember 2014 etwa 700.000 Personen zero hour contracts unterzeichnet. Viele von ihnen arbeiten gleich für mehrere Arbeitgeber, denn die Gesamtzahl solcher Jobs ohne feste Stundenzahl und ohne festes Gehalt belief sich auf rund 1,8 Millionen. Da vertraglich nicht einmal eine Mindestbeschäftigungszeit festgelegt wird, ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet, Arbeit anzubieten, gearbeitet wird nur dann, wenn Arbeit anfällt. Und natürlich wird auch nur für die Arbeit gezahlt, die auch geleistet worden ist. Wenn gar keine Arbeit anfällt, gehen die Beschäftigten auch beim Lohn leer aus. Garantiertes Mindesteinkommen? Fehlanzeige. Sinn eines Abrufarbeitsverhältnisses ist eine Flexibilisierung der Arbeitszeit. Abrufarbeit ist häufig in Arbeitsverträgen der Systemgastronomie (beispielsweise McDonald’s u. Ä.) zu finden.

Kritiker meinen, die Abrufarbeit führe zur Prekarisierung. Aufgrund der Regelungen des Kündigungsschutzes haben deutsche Arbeitsgerichte solche Arbeitsverträge, auch Null-Stunden-Vertrag genannt, schon früh für nichtig erklärt. [1] Im Vereinigten Königreich allerdings sind Null-Stunden-Verträge (zero hours contract) weit verbreitet; [2] [3] Im Vereinigten Königreich setzt man auf „zero hour contracts“ Das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates nach § 87 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG über Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit einschließlich der Pausen sowie die Verteilung der Arbeitszeit auf die einzelnen Wochentage gilt auch für Abrufarbeit und KAPOVAZ. Ab und an Regale auffüllen oder Briefe sortieren… Beim Abschluss von entsprechenden Arbeitsverträgen sind die folgenden gesetzlichen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen: Abrufarbeit bezeichnet ursprünglich ein Arbeitsverhältnis, bei dem die Dauer der Arbeitszeit innerhalb eines bestimmten Zeitraums nicht festliegt. Der Arbeitgeber konkretisiert das Arbeitsverhältnis und die Arbeitszeit im Bedarfsfall. Ein Arbeitsvertrag regelt im Wesentlichen nur die Höhe des Entgeltes pro geleistete Einheit.

Im Zweifel besteht damit zwar ein Arbeitsverhältnis, der Arbeitnehmer kann aber auch über längere Zeit nicht in Anspruch genommen werden und erhält dann auch kein Entgelt. Die Beschäftigten haben meist einen Teilzeitvertrag mit einer sehr geringen Zahl an fest vereinbarten Arbeitsstunden. Je nach Arbeitsanfall arbeiten sie dann mal mehr, mal weniger Stunden pro Woche zusätzlich. Vom Einkommen aus den garantierten geringen Mindeststunden allein können sie nicht leben. Auch wissen sie nie, wie viel Geld sie am Ende des Monats tatsächlich verdienen werden. Nicht nur die finanzielle, auch die private Lebensplanung ist stark beeinträchtigt. Eine vorausschauende Planung von Aktivitäten ist kaum möglich, da nicht vorhersehbare Arbeitseinsätze alle Planung über den Haufen werfen können. Auch die ganz normale Freizeitgestaltung muss der steten Rufbereitschaft angepasst werden.

Anders als bei KAPOVAZ sind bei anderen Flexibilisierungslösungen wie beispielsweise der einfachen oder der qualifizierten Gleitzeit sowie der flexiblen Altersgrenze Zugewinne an Zeitsouveränität für den Arbeitnehmer zu erwarten. Im deutschen Arbeitsrecht regelt § 12 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes Ankündigungsfristen und Mindestarbeitszeiten. Zuungunsten des Arbeitnehmers darf nur auf der Basis eines Tarifvertrages davon abgewichen werden. Ist eine Anforderung der Arbeitsleistung der Mitarbeiter aus betrieblichen Gründen kurzfristiger nötig, wird der Tarifvertrag dafür einen in der Regel finanziellen Ausgleich vorsehen. Solche Entgelt- oder Zeitzuschläge berücksichtigen somit die besonderen Einschränkungen in der Zeitsouveränität der betroffenen Arbeitnehmer.

JDouwes

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